Nach der Ankündigung vor rund einer Woche, erfolgt nun hiermit die Zusammenfassung des gestrigen Selbstversuches.

Das Selbstexperiment
Kategorie: Tages-Experiment
Dauer: 17.05.2015 00:00-23:59
Ziel: Einen Tag lang keinerlei Internetzugang
1 Teilnehmer: ich selbst

Das Tages-Experiment startete somit gestern Morgen unter dem Motto: Einen Tag lang keinerlei Internetzugang!

00:00
Obwohl das Selbstexperiment erst ab Mitternacht offiziell startete, musste ich bereits vorab dran denken, die „Mobilen Daten“ auf meinem iPhone auszuschalten. Somit wurde Edge, 3G und 4G ausgeschaltet und um sicher zu gehen, dass ich dennoch SMS am folgenden Tag erhalten könnte, gab es noch vor zu Bett gehen eine Test-SMS. Sie kam durch und somit konnte ich beruhigt einschlafen.

Mobile Daten ausgeschaltet

08:30
Mein normaler Verlauf am Morgen sieht es vor, dass ich nach dem Aufstehen mein Smartphone einschalte und nachdem eventuelle Nachrichten-Push-Mitteilungen eingegangen sind, die Mails abgerufen werden. Dieses Mal wurde mein Handy auch zuerst aus dem Flugmodus geholt, danach folgten aber weder Nachrichten, noch wurden meine Mails aufgerufen.

Eines noch vorweg: Bis auf eine weitere Test-SMS am Morgen und gestellter Wecker, ertönte während des gesamten Tages keinerlei weiteres Signal von meinem iPhone. Keine Nachrichten, iMessages, MMS… einfach nur Ruhe!

11:30
Auch wenn Spiele-Apps wie Quizduell nicht funktionierten – da Mobile Daten ja ausgeschaltet wurden – musste ich nicht gänzlich auf Spielereien verzichten. Ich spielte sogar vielleicht mehr als sonst und auch ältere Apps, die fast in Vergessenheit gerieten.

15:30
Es wurde nostalgisch. Da ich weder über mein iPhone meine OneFootball-App aufrufen konnte, noch das Internet vom PC, musste ich auf etwas klassisches, ebenfalls fast vergessenes zurückgreifen: Video Text. Ab 15:30 flimmerten nämlich die Fußballresultate der 2. Fußball Bundesliga über den Fernseher.

17:00
Im Laufe des Tages bekam ich zwei Computerfragen gestellt, musste jedoch passen und auf andere Hilfe verweisen, da ich dafür den Internetbrowser hätte aufrufen müssen. Einmal hatte ich es sogar fast vergessen, saß schon vor dem Bildschirm und… dachte gerade noch rechtzeitig daran und stand wieder auf – ohne vom Internet Gebrauch gemacht zu haben. Uffh!

Nachmittags fing ich dann ebenfalls an mir für die Zusammenfassung dieses Erfahrungsberichtes Notizen zu machen. Hätte es sonst wie zuletzt üblich eine Art Liveticker-Artikel gegeben, so wurden all meine Gedanken dieses Mal in den Notizen meines Smartphones festgehalten.

22:30
Langsam aber sicher heißt es Feierabend. Das Selbstexperiment wurde erfolgreich durchgezogen und ich bin bereits beim Zubett gehen gespannt, wieviele ungelesene Emails mich morgenfrüh am Frühstückstisch erwarten.

Fazit:
Einen Tag lang ohne jeglichen Internetzugang auskommen? Ja, ich habe ihn eingelegt, den „Offline-Tag„. Man kann umgehend festhalten, dass es viel ruhiger ist als sonst. Keine Töne der Push-Mitteilungen auf dem Smartphone. Da es Sonntag war blieben auch die SMS aus und ein solcher Tag kann somit zum perfekten Familientag werden. Auch der Rücken und die Muskultur wurden sicherlich mehr geschont, als würde man Stunden vor dem Computer verbringen. Es ist aber eine Sache der Organisation (siehe das Ausschalten der Mobilen Daten bereits am Vortag) und vor allem der Gewohnheit. Die beste Lösung dafür: am besten erst gar nicht den Computer einschalten! Es war nicht schwer einen Tag offline zu leben und es tut einem selbst, wie auch dem eigenen Umfeld sicherlich auch gut. Daher fällt mein abschließendes Fazit positiv aus und solch ein Tag sollte vermutlich bei jederman ruhig öfter eingeschoben werden.

Eine Frage will ich zum Ende hin dann noch beantworten: Wieviele Mails erwarteten mich am Montagmorgen? Es waren ingesamt 36 E-Mails und 6 Push-Nachrichten die auf meinem Smartphone angezeigt wurden, nachdem ich die Mobilen Daten wieder eingeschaltet hatte. Nach nur rund 5 Minuten, blieben jedoch nur noch 6 ungelesene Mails übrig. Soviel zur Wichtigkeit immer erreichbar sein zu müssen.

Ich würde mich freuen falls dieses Selbstexperiment vielleicht auch unter dem einen oder anderen von Euch für einen kleinen Anreiz gesorgt hat?