Nach der Ankündigung zum Ende der vergangenen Woche, erfolgt nun hiermit der Startschuss zum neuen Selbstversuch.

Das Selbstexperiment
Kategorie: Wochen-Experiment
Dauer: Vom 15.05.2016 00:00 – 21.05.2016 23:59
Ziel: Eine Woche lang auf Milchprodukte verzichten
2 Teilnehmer: Mario und ich

Das Wochen-Experiment startet somit heute unter dem Motto: Eine Woche ohne Milchprodukte!

Milchprodukte

Tag 1
Zuerst ging es am Morgen auf die Waage um am Ende des Selbstexperimentes auch vom Gewicht her feststellen zu können, ob sich der Selbstversuch auch in diesem Aspekt gelohnt hat.

Es war ein Tag des Verzichts. Beim Frühstück musste auf Kakao als Getränk und Nutella und Eszet auf dem Brötchen verzichtet werden. Dafür wurde auf Wasser, Honig und Ei gesetzt. Der Verzicht ging unvermindert weiter, denn zum Mittagessen gab es dieses Mal keinen Mozzarella-Käse auf der Pizza und zum Dessert musste ich auf ein Zitronen-Eis zurückgreifen, damit ich auch weiterhin Milchprodukten fern blieb.

Nachmittags bei einem Besuch zu Kaffee&Kuchen, habe ich höflich bei einem Stück Kuchen abgewunken und auch abends habe ich mich weiterhin streng an den Milchprodukt-Verzicht gehalten. Kein Käse auf dem Brot, kein Joghurt. Dafür Schinken, den ich sonst wegen des roten Fleisches meide. So verzichtet man zwar auf das eine, muss jedoch auf anderes zurückgreifen, von dem man sich ansonsten distanziert – interessant! Abends gab es dann noch eine Nektarine und der erste Tag war erfolgreich gemeistert.

Tag 2
Zum Start in den Tag gab es Brötchen mit Banane. Ich merkte bereits am zweiten Tag des Selbstexperimentes, dass vermehrt zu Obst gegriffen wird. Kann nicht schaden!

Jedoch hatte ich bereits beim Aufstehen Kopfschmerzen, die sich auch den ganzen Morgen nicht verabschieden wollten. Ob es der Milchverzicht war, mit dem der Körper sich auseinandersetzen musste oder doch nur wegen des Wetterumschwungs?!

Ich schaute mir die Essensprodukte im Hause etwas genauer an, nahm die Zutaten unter die Lupe, wo auch gleich eine Frage aufkam:
Wenn bei – zum Beispiel – Zartbitter-Schokolade bei den Zutaten keinerlei Milchprodukte aufgelistet werden, jedoch der übliche Satz

Kann Spuren von Milch, Haselnüssen, anderen Schalenfrüchten und Sesam enthalten

– handelt es sich dann dennoch um Essen welches man bei diesem Selbstversuch meiden sollte, oder kann man sich getrost an die Zutatenauflistung halten, wo eben keinerlei Milchabwandlungen enthalten sind?

Das muss wohl jeder für sich entscheiden. Auf der einen Seite kann man schlicht und einfach sagen: Was nicht in den Zutaten steht, ist auch nicht drin. Andererseits jedoch – und für mich geltend – sage ich mir, für diese Woche: Wenn schon, denn schon! Und somit nahm ich für dieses Selbstexperiment auch die Produkte von der Essensliste, wo „Kann Spuren von… Milch“ aufgelistet war.

Zum Abendessen folgte sicherlich ein Novum für mich. Esse ich sonst fast nie Brot mit Margarine und weiterem Belag, so gab es erstmalig Brotscheiben die nur mit Margarine verputzt wurden. So konnte ich bereits nach zwei Tagen festhalten, wie interessant es doch ist, dass man auf Essensmöglichkeiten zurückgreift, die man ohne Selbstversuch nie angegangen wäre.

Tag 3
Der dritte Tag stand an und zum Start in den Tag wurde auf ein Honig-Brot gesetzt. Zur Arbeit wurde eine Banane und ein Apfel eingepackt – damit ja kein Hunger auf Süßes aufkommt – und zum Mittagessen wurde nach längerem Stöbern und Durchlesen ein Salat, Obst zum Dessert und ein sogenannter Smoothie online bestellt – mit Lieferung zum Arbeitsplatz. Sehr praktisch und natürlich alles ganz ohne jegliche Milchzutat!

Die Kopfschmerzen von gestern waren fast verflogen und am Abend wurde einmal mehr ein Schinken- und Margarinen-Brot gegessen.

Tag 4
Halbzeit!
Langsam aber sicher pendelte sich das mit dem Milchprodukt-Verzicht im alltäglichen Leben ein. Der Start in den Tag verlief bereits routinemäßig wie in den vergangenen Tagen auch. Zum Mittagessen durfte ich mich über eine riesige Portion Spaghetti freuen – ohne Käse. Ungewohnt aber dennoch lecker.

Einmal musste ich jedoch zurückstecken, als ich beim Büro eines Kollegen vorbeikam. Dort lag die Versuchung in Form von Smarties auf dem Tisch. Normalerweise hätte ich aus Gewohnheit zugegriffen, dieses Mal war es jedoch anders. Uffh – geschafft!

Die Hälfte des Selbstexperimentes wurde jedenfalls erfolgreich bestanden und abends gab es – um für ein wenig Abwechslung zu sorgen – Marmelade auf’s Brot. Dennoch musste ich feststellen, dass die Kopfschmerzen nach wie vor – wenn auch dezenter – vorhanden waren. Ob diese jedoch mit dieser Herausforderung zusammenhingen, kann ich nicht beantworten.

Tag 5
Tag 5 las sich doch schon sehr gut an. Denn wenn man auf Schokolade, Joghurt, Müsli und Co. verzichten muss, so wird es dann auf Dauer doch ein wenig monoton was auf den Tisch kommt.

Beim Mittagessen musste ich an diesem Tag jedoch auf nichts verzichten da es Fisch, Reis und Gemüse gab. Aber noch einmal kurz zurückkommend auf das Müsli. Das gibt es sonst bei mir fast jeden Abend. Innerhalb der ersten fünf Tage gab es aber bereits dreimal Feierabend-Bier als Ersatz. Auch nicht schlecht, wobei ich mich bereits nach dem ersten Müsli nach dem Selbstversuch sehnte.

Gute Neuigkeiten gab es zum Schluss des fünften Tages: die Kopfschmerzen waren Vergangenheit!

Tag 6
Tag 6 von 7 – nicht mehr weit.
Der Morgen verlief wie alle anderen in dieser Woche und zum Mittagessen musste mal wieder etwas angepasst werden. Wo bei anderen Kartoffeln, Ei, Spinat und Gemüse anstand, musste ich das Spinat auf der Seite lassen.

Ansonsten nahm langsam aber sicher die Vorfreude auf Nutella, Müsli und Co. zu. Und auch wenn es sicherlich Appetitlicheres zu berichten gäbe, so musste ich an dieser Stelle – wie auch bei den Kopfschmerzen – dennoch auf etwas Gesundheitliches eingehen. Am Tag davor erstmalig angedeutet, war es am sechsten Tag nach dem Gang zur Toilette klar: der Stuhlgang hatte sich verflüssigt!

Ob es was damit zu tun hatte, dass der Darm nun abends nicht mit Müsli sondern vermehrt mit Weißbier vorlieb nehmen musste?

Tag 7
Der letzte Tag war erreicht.
Noch einmal zum Frühstück auf Margarine und Marmelade gesetzt, darüber hinaus auch ausnahmsweise einmal morgens Geflügel-Schinken.

Aber es hieß noch einmal Achtung, denn der letzte Tag hatte noch eine Falle parat. Es sollte Linsensuppe geben, so schaute ich sicherheitshalber doch noch einmal auf die Zutaten und da stand erst einmal nichts. Aber… wie schon oben bereits am zweiten Tag geschrieben, hatte ich mich dazu entschlossen auch auf das Essen zu verzichten, auf dem verzeichnet ist dass es „Spuren von Milch“ enthalten kann.

So blieb mir die Linsensuppe verwehrt, dafür gab es aber leckere Ravioli – ohne Milchspuren.

Nachmittags dann einmal mehr auf Kekse und sonstige Schokolade verzichtet und das Abendessen verlief auch am letzten Tag nach Plan. Somit kann ich das Selbstexperiment „Eine Woche lang auf Milchprodukte verzichten“ als erfolgreich betrachten.

Fazit:
Eine Woche lang ohne Milchprodukte ist ohne weiteres machbar. Man muss zwar gegebenenfalls auf Trink- und Essgewohnheiten verzichten, nichtsdestotrotz nagt man nicht am Hungertuch. Vor allem beim Mittagessen muss man auf der Hut sein und eventuell etwas auf der Seite lassen oder schlicht und einfach auf ein anderes Gericht zurückgreifen. Es war jedenfalls interessant zu sehen – auch wenn nicht bewiesen – dass sich das Selbstexperiment auch auf die Gesundheit ausgewirkt hat, wenn auch erst einmal nicht positiv, in Form von Kopfschmerzen und des veränderten Stuhlgangs.
Spannend fand ich vor allem, dass man bei den Mahlzeiten auf vieles setzt, welches man sonst gar nicht essen würde. Aber da der Verzicht auf Milchprodukte die Essensmöglichkeiten doch recht eingrenzt, muss man eben auf andere Möglichkeiten setzen.

Einen interessanten Fakt zu diesem Wochen-Experiment will ich zum Ende hin aber noch mitteilen, so ging ich zu Beginn, wie auch zum Abschluss auf die Waage und siehe da, nur eine Woche ohne jegliche Milchprodukte haben mir einen Gewichtsverlust von satten 2,83% beschert!

Ich würde mich freuen falls dieses Selbstexperiment vielleicht auch unter dem einen oder anderen von Euch für einen kleinen Anreiz gesorgt hat?