Nach der Ankündigung zum Ende der vergangenen Woche, erfolgt nun hiermit der Startschuss zum neuen Selbstversuch.

Das Selbstexperiment
Kategorie: Monats-Experiment
Dauer: 01.03.2018 00:00 – 31.03.2018 23:59
Ziel: Einen Monat lang intermittierendes Fasten in Form 16/8
3 Teilnehmer: Daggi, Miki und ich

Das Monats-Experiment startet somit heute unter dem Motto: Einen Monat lang intermittierendes Fasten in Form 16/8!

Tag 1
Mein Wecker ging am 01. März um kurz nach 6 Uhr und das sonst übliche Frühstück wurde erst einmal ausgespart. Netter Nebeneffekt: ich war früher auf der Arbeit. Ein erstes Magengrummeln wurde nach halb 8 vernommen und mein Ziel war es, es bis um 10 Uhr zu schaffen. Dies hat auch ohne weiteres geklappt und so frühstückte ich dank „Ball Mason Wide Mouth“ um kurz nach 10.

Was bitteschön ist Ball Mason Wide Mouth?
Die Woche vor meinem Intervallfasten, machte ich mich bei Amazon auf die Suche nach einem Müslibecher, der es einem erlaubt das Müsli samt Milch zu transportieren. Fündig wurde ich bei besagtem Ball Mason Glas (zu finden unter Ball Mason BNTO und in verschiedenen Größen), da es mir wichtig war, dass der Verschluss absolut dicht und das Hauptmaterial Glas ist.
Nach meinem erstmaligen Benutzen, kann ich dieses nur empfehlen!

Da ich mein erstes Essen um 10 Uhr zu mir nahm, ging meine Essensphase bis 18Uhr. Mein Plan war es, vor besagter Frist noch einen Joghurt, Käse und ähnliches zu verputzen. Allerdings hatte ich um 17:30 noch einen Termin und anschließend stand ich mit dem Wagen in der Waschanlage. Somit war es das mit der Essensphase am ersten Tag des intermittierenden Fasten und es wurde glatt zu einer 17/7 Variante.

Tag 2
Am zweiten Tag, morgens um 10 Uhr war es soweit – die erste Fastenzeit von 16 Stunden war geschafft.
Was mich wunderte ist, dass abends nicht ein noch größeres Hungergefühl aufkam. Denn am ersten Abend und das obwohl ich ja sogar seit etwa 17 Uhr nichts mehr gegessen hatte, dachte ich zwar hier und da mal an Essen, aber das war vollkommen ok.

Wie bereits am Vortag begann ich auch am zweiten Tag der Herausforderung um 10 Uhr mein verspätetes Frühstück mit Müsli. Und da man sich regelrecht auf’s Essen freut, isst man auch viel bewusster. Ein schöner Nebeneffekt.

Am Abend war es sogar meine eigens gestellte „Intermittierendes Fasten“-Erinnerung auf dem Smartphone, welche mir mitteilte, dass fünf Minuten später schon wieder Fastenzeit angesagt war. So ging es noch schnell zum Kühlschrank und eine Scheibe Käse und anschließender Joghurt wurde noch zeitig verdrückt.

Und ich muss zugeben, dass es nach 18 Uhr abends immer mal wieder zu Momenten kommt, wo man hier oder dort noch was naschen möchte. Aber nicht des Hungergefühls wegen, sondern vielmehr wegen der Gewohnheit. Hier gilt es aufzupassen – bislang jedoch hat es gut geklappt.

Tag 3
Der dritte Tag begann für einen Samstag ungewohnt früh.
Es ging bereits gegen halb 8 aus den Federn und die Zeit bis 10 Uhr zog sich verdammt lang hin. So kam es auch, dass ich gegen 9 Uhr etwas trinken wollte. Aber halt! So wie geplant – nämlich Saft – ging es nicht. Um mich zu vergewissern, las ich mich noch einmal schnell im Internet unter „Was ist erlaubt beim Intermittierenden Fasten zu trinken?“ durch und siehe da, nichts mit Kalorien. Sprich: Nur Wasser, Kaffee und Tee. Alles andere ist verboten. Da ich aber keinen Kaffee trinke und Tee nur wenn ich krank bin, bleibt für mich in den kommenden Wochen nur Wasser. Daran habe ich mich dann auch brav gehalten, auch wenn es mir auf einmal dämmerte, dass ich somit bis Ende des Monats abends in kein Weißbier-Genuss kommen werde.

Abends sprang dann erneut meine Erinnerung auf dem Handy an, dass bald wieder die Fastenzeit einsetzt und anschließend wurde dann nur noch ein Glas Wasser getrunken und auf Sonntag 10 Uhr gewartet.

Tag 4
Am Sonntagmorgen kam es zu einem Novum. Wie bereits im Rückblick: Drittes Jahr selbstexperiment.de erwähnt, bin ich seit Mitte des vergangenen Jahres ein Freeletics-Mitglied. Und an diesem Sonntag habe ich erstmals ohne Frühstück und Energiezufuhr einen meiner Trainingstage in Angriff genommen.

Da ich noch Zeit zum Überbrücken hatte bis zum Frühstück um 10 Uhr, entschloss ich mich einfach bereits meinen Trainingsplan in Angriff zu nehmen. Es ging besser als gedacht! Anschließend musste ich dann nur noch zehn Minuten warten und meine Fastenzeit war erst einmal wieder zu Ende.

Über die Mittagszeit ging es dann nach Köln zum Rhein-Energie-Stadion, wo noch verspätetes Mittagessen in Form von Krakauer-Wurst, Pommes und Reibekuchen verputzt wurde. Anschließend gab es zur Halbzeit des Fussball-Bundesliga-Spiels noch ein wenig Brezel und so war es das dann auch schon wieder – mit anschließender Heimreise – für meinen Essensteil am Sonntag.

Somit vergehen dieses Mal 17 1/2 Stunden, bis am Montagmorgen um 10 Uhr wieder mit Müsli auf der Arbeit die nächste Essensphase begonnen wird.

Tag 5
Die Arbeitswoche hatte mich wieder und somit lief wieder alles in geregelten Bahnen. Aufstehen, Müsli mit zur Arbeit nehmen und ab 10 Uhr den Hunger stillen.

Nach dem Mittagessen gab es später am Nachmittag noch eine Banane, nach meinem Fitness-Training noch Schinken und Käse und somit gingen die 8 Stunden der Essensphase schon wieder zu Ende.

Kurzum: Es läuft gut!

Tag 6
Was tut man, wenn man morgens auf der Arbeit netterweise vom Kollegen Gebäck angeboten bekommt? Richtig, man überlegt erst einmal, ob man sich noch in der Fastenzeit befindet. Und so war es am Anfang des sechsten Tages des Intervallfasten-Experimentes. Zuerst lehnte ich daher auch dankend ab, um dann doch später zuzugreifen. Das Gebäck wurde jedoch erst einmal brav bis halb 11 zur Seite gelegt.

Man muss auf der Hut sein. Gleiches heute Abend, nachdem ich schon wieder in der nächsten Fastenzeit angekommen bin. Da räumt man zuhause den Tisch ab und wo man sonst hier und da noch die Essensreste von den Tellern vertilgt, muss man nun aufpassen, dass man nicht reflexartig zugreift.

Bislang ist alles gutgegangen und ich muss sagen, dass mir die 16 Stunden Fasten in keinerlei Weise zu schaffen machen. So kann es weitergehen!

Tag 7
Zum Schluss der ersten Woche kam ich abends nach der Arbeit erst um 17:57 zu Hause an. Auto schnell vor der Tür geparkt, reingesprungen und ab zum Kühlschrank. Noch auf die Schnelle Saft runtergekippt, was für zwischen die Zähne und vor 18 Uhr war der Spuk dann auch schon wieder vorbei.

Ich muss sagen, dass ich mein Frühstück definitiv genieße und es bewusster esse. Aber aus Zeitmangel fällt das Abendessen entweder komplett aus oder es wird noch schnell eine Kleinigkeit kurz vor Ende der Frist gefuttert, ehe wieder für 16 Stunden Verzicht geübt wird.

Anschließend war ich dann noch kurz bei der Familie zu Gast wo mir netterweise noch Essen angeboten wurde. Ich habe aber dankend abgelehnt und mitgeteilt, dass ich seit diesem Monat – zumindest für März – auf intermittierendes Fasten in Form 16/8 setze. Somit sind auch innerfamiliär bis Ende des Monats keine Erklärungen mehr nötig!

2. Woche
Die erste Woche wurde erfolgreich beendet!

Wer lesen will, wie das Experiment bislang bei Teilnehmerin Daggi verläuft, wird hier bei ihrer Zwischenbilanz fündig.

Ab der zweiten Woche werden die Neuigkeiten hier nicht mehr unter einzelnen Tagen aufgelistet, sondern gruppiert unter der jeweiligen Woche.

Zum Start in die zweite Woche fing meine Essensphase jedenfalls aus Zeitgründen erst um 11 Uhr an. Mal wieder ein Tag mit 17/7 Aufteilung. Und auch dieses Mal hatte ich wieder nur ein paar wenige Minuten vor der täglichen Fastenzeit um abends noch etwas zu essen. Um 17:58 ging es noch schnell in den Keller meinen Antioxidantien-Saft holen, den ich dann wenige Sekunden vor Schluss noch zu Ende getrunken hatte. Noch einmal gut gegangen!

Am nächsten Tag stellte ich sogar unfreiwillig ein intermittierendes Fasten in Form von 18/6 auf. Verspätet von der Arbeit weg, dann noch im Stau und um 18:02 zuhause gelandet. Somit galt es insgesamt 18 Stunden auf Essen zu verzichten. Dafür gab es allerdings ausnahmsweise mal einen Tee zum Ausklingen des Tages.

Seit dem 10. März ist nun auch noch Miki beim Selbstexperiment aktiv hinzugestoßen. Mehr dazu hier. Viel Erfolg! Somit sind wir nun insgesamt 3 Teilnehmer.

Den Tee behielt ich auch an den Abenden des Wochenendes bei und es gab sogar noch einen netten Nebeneffekt:

Gewicht gegenüber der Vorwoche:– 1.46%

So ging es auch die zweite Woche weiter. Für abends habe ich definitiv den Tee für mich entdeckt und was die Waage sagt, darüber werde ich wieder am Sonntag berichten. Jedenfalls hat das Intervallfasten einen festen Platz in meinen Tag eingenommen und sich alle Abläufe eingependelt.

Die zweite Woche wurde erfolgreich beendet und wer wissen will, wie es bei Teilnehmerin Daggi ausschaut, wird bei ihrer 2. Zwischenbilanz fündig.

3. Woche
Die dritte Woche begann so, wie die vergangene aufgehört hatte. Ich war mittlerweile absolut im 16/8 Modus angekommen und war mir sogar zum Selbstexperiment passend einen neuen Tee kaufen:

Fastentee

Ja, über’s Wochenende hin gab es sogar ein – für mich sicherlich – Novum. Denn wo ich sonst nur zum Tee griff, wenn ich krankheitsbedingt musste, gab es am Samstag gleich zweimal und verschiedenen Tee. Zuerst den oben gezeigten Fastentee, Zitat: „Ideal zur Begleitung von Fastenkuren“ und abends dann auch noch den hochgelobten Grünen Tee.

Da Miki ja erst ab dem 10. März zum Selbstexperiment hinzugestoßen ist – und lieber spät als nie – gibt es auch von Ihr noch ein Fazit zu ihrer ersten Intervallfasten-Woche.

Am Sonntag stand der übliche Gang zur Waage an und ich war verblüfft, dass das Gewicht erneut reduziert werden konnte:

Gewicht gegenüber der Vorwoche:– 0.81%

Auch wenn die Gewichtsreduzierung bei mir keine Priorität hat, sondern ich eher auf die positiven, gesundheitlichen Aspekte gespannt war durch das intermittierende Fasten, so nehme ich die purzelnden Gramm & Kilos dennoch gerne mit.

Zu Beginn der nächsten Woche, hatten sich bei mir – wie in den Tagen zuvor schon immer mal wieder angedeutet – Kopfschmerzen eingenistet. Ich weiß nicht, ob dies ein Zeichen des Körpers war, jedoch hatte ich ihm im Laufe des Nachmittags einen Sprudel-Zitronen-Saft verabreicht und siehe da: die Kopfschmerzen hatten sich verabschiedet. Hat der fastende Körper vielleicht einfach mal wieder einen Zuckerschuss benötigt?!

Jedenfalls ging die dritte Woche ganz unspektakulär zu Ende, da ich mich nach wie vor brav an meine auferlegte Fastenzeit halte.

4. Woche
Für die vierte Woche des intermittierenden Fasten Experiments, hatte ich mir vorgenommen noch einmal meine Wasser/Tee-Zufuhr zu erhöhen. Schließlich soll man seinen Körper auch als Teil des Fastens entgiften und reinigen. Und wie geht das besser als mit trinken, trinken, trinken? Somit wurde aber der vierten Woche richtig durchgespült.

Am Freitag stand dann auch einmal mehr unfreiwillig eine intermittierendes Fasten in Form 17/7 auf dem Programm. Da der Kalender gleich mit mehreren Terminen vollgepackt war, gab es das erste Essen des Tages erst um 11:00.

Am Sonntag ging es wieder auf die Waage und auch wenn der Gewichtsverlust von Woche zu Woche geringer ausfiel, so blieb es auch zum dritten Mal in Folge ein positiver Nebeneffekt des Intervallfastens:

Gewicht gegenüber der Vorwoche:– 0,54%

Darüber hinaus hatte ich mir nachmittags zum ersten Mal – nach fast 4 Wochen – wieder einmal Alkohol genehmigt. Ein Bier gab’s!

Hier noch nachträglich die 3. Zwischenbilanz von Teilnehmerin Daggi.

5. Woche
Die fünfte Woche stand an und somit die letzten vier Tage der intermittierenden Fasten Herausforderung.
Wie auch schon die Wochen zuvor ist alles erfolgreich verlaufen und am vorletzten Abend wurde ich noch einmal auf eine Probe gestellt. Filmabend mit Popcorn und leckeren Getränken stand an – für die anderen. Ich blieb brav bei meinem Wasser und griff nicht in die Popcorn-Schüssel.

Der letzte Tag
Wie bereits angekündigt, hatte ich mir noch eine kleine Steigerung für den letzten Tag aufgehoben. Da, wie in der Ankündigung des Selbstexperimentes erwähnt, das intermittierende Fasten ursprünglich als 20/4 Variante eingereicht wurde, wollte ich mich wenigstens zum Schluss auch dieser Herausforderung stellen. Somit gab es am letzten Tag nur eine Essensphase von 14:00-18:00!

Als ob dies nicht schon schwer genug wäre, gab es morgens gleich noch ein 30 minütiges Freeletics Bodyweight Training. Und das, nachdem ich seit 17 Stunden nichts außer Wasser zu mir genommen hatte. Damit ging es sicherlich noch einmal richtig ans Verbrennen der Fettreserven.

Zum Mittagessen gab es dann den oben bereits gezeigten Fastentee. Und zum Abschluss des Selbstexperimentes, des Monats und des Tages, gab es pünktlich bis 17:59 noch ein Bier. Mein insgesamt zweites alkoholisches Getränk für den gesamten Monat März. Ja, es gibt viele positive Aspekte am intermittierenden Fasten und als Schlusspunkt: Der Selbstversuch am Intervallfasten in Form von 16/8 wurde erfolgreich gemeistert.

Fazit:
Ein rundum gelungenes Selbstexperiment. Es war erfolgreich, hat Spaß gemacht, es gibt etliche gesunde Aspekte für den Körper und nebenbei habe ich in der Zeit auch noch 3,73% an Gewicht verloren.
Ich muss zugeben, dass ich überrascht war, wie schnell sich der Körper doch umgestellt hat. Egal ob morgens bis 10Uhr warten auf die erste Mahlzeit des Tages oder auch, dass nach 18Uhr nichts mehr gegessen wurde – mein Körper hat kaum gemurrt. Da man flexibel ist, wie man für sich die 16/8 aufteilt, ist es meiner Meinung nach eine Fasten-Variante die jederman und ohne weiteres für sich in seinen Tagesablauf einbinden kann.
Für mich jedenfalls bleibt es auch in Zukunft bei der 16/8 Aufteilung – zwar vielleicht nicht ganz so strikt an Wochenenden oder im Urlaub, aber ansonsten behalte ich die Idee des intermittierenden Fastens definitiv bei.

Zum Schluss möchte ich dann aber auch noch auf zwei weitere Fazits verweisen, nämlich die, der beiden weiteren Teilnehmerinnen auf daggis-welt.de wie auch auf mik-ina.de.

Ich würde mich freuen falls dieses Selbstexperiment vielleicht auch unter dem einen oder anderen von Euch für einen kleinen Anreiz gesorgt hat?